SIC Zug Wohl noch was übermütig von dem gut überstandenen Gigathlon, hatte ich Markus am Donnerstag vor dem SIC Zug ein SMS geschrieben, dass ich gerne auch mitkommen würde. Ich dachte mir irgendwann muss ich es wagen und mein erstes Rennen bestreiten. Am Samstag kaum in Zug angekommen, wurde ich schon mit der Zielgerade konfrontiert. Ich bekam Tipps wie:„Da musst du anziehen, sprinten ect., aber Achtung ist noch ein kleiner Anstieg drin“. Weiter wurde ich informiert, dass es ein Caipi-Schiff gibt, das die Inliner einsammelt und zurück nach Zug bringt, welche die Kontrollzeit am anderen Ende des Sees nicht einhalten können. Auch hier wieder Sprüche, wie etwa „Du wärst wahrscheinlich von dort schneller im Ziel wenn du schwimmen würdest als mit den Skates“. Es sei jetzt mal im Raum stehen gelassen, ob dies ein Kompliment an meine Schwimmfähigkeiten war oder eher Zweifel an meinen Skatefähigkeiten. Ich fragte Franziska, ob ich mit ihr zum Start gehen kann, weil ich nicht wirklich wusste, wie das so abläuft. Wir fuhren dann auch zusammen los und bekamen von Patrick und Annette noch kurz Hinweise zu der anscheinend gefährlich, resp. schwierigen Abfahrt und wie man sich am besten verhalten sollte. Mir wurde dann schnell bewusst, dass mich der Anzug nicht dringend schnell aussehen lässt, vor allem nicht, wenn man die Einzige im Feld ist, die voll mit Schonern ausgerüstet am Start steht. Ich lies mich aber von dem nicht aus der Ruhe bringen. Was mich viel eher beunruhigte war, dass in diesem Feld wohl ein schneller Start verlangt ist, wenn man nicht alleine fahren will und ich nicht wirklich zur Kategorie der Schnellstarter gehöre. Dann, der Startschuss und das Feld sprintete los, ich versuchte mitzuhalten, was mir zum Teil auch gelang und ich konnte mich mit zwei andern zusammen tun. Bis zur Mitte des Rennens war ich sehr damit beschäftigt nicht von hinten überrollt zu werden, da ein Zug nach dem anderen, bestehend aus Breitensportlern, an uns vorbei brauste. Nach der Hälfte verspürte ich, dass ich eigentlich noch etwas schneller könnte und beschloss mit einer vorbeiziehenden Gruppe mitzugehen, obwohl ich mir immer wieder selbst sagte „Alles mit der Ruhe, da kommt noch ein Anstieg und dann noch diese Abfahrt“. Und dieser Anstieg kam dann auch sehr bald. Ehrlich gesagt, ich bleib fast stehen an diesem Hügel und als logische Folge davon verlor ich den Anschluss an meine Gruppe. Ein Vorteil hatte das Ganze aber auch: ich war fast alleine auf der Strecke bei der Abfahrt und deshalb war diese nicht so problematisch, wie zunächst befürchtet. Wieder auf der Fläche angekommen, sah ich meine Gruppe vor mir liegen. Ich dachte mir „Entweder du holst die wieder ein oder du fährst alleine“. Ich entschied mich für das Erste und beschleunigte. Nach gelungener Aufholjagd konnte meine Gruppe sogar die begonnen Aufholjagd fortsetzen und uns gelang der Anschluss an den vor uns liegende Zug. In dieser Gruppe war zu meiner Überraschung Cathrine und Georg und nun konnte ich natürlich von ihrer Hilfe profitieren. Unterweg trafen wir auch noch Christoph an und fuhren dann alle zusammen auf die mir schon bekannte Zielgerade. Eine grosse Gruppe an Breitensportler konnten wir noch überholen und nun beschleunigten alle. Ich war einen kurzen Augenblick nicht gefasst auf diese Tempoerhöhung und schon lag ich zurück. Man hatte fast kein Platz mehr zwischen den vielen Skates, doch ich versuchte dran zu bleiben. Das Tempo war hoch. Schliesslich befanden wir uns im Bereich der Absperrungen und ich wollte nur noch irgendwie ins Ziel, denn es war extrem eng und ich hatte meine Mühe nicht die Absperrungen auch noch mit ins Ziel zu nehmen. Aber zu meinem Glück verlief alles bestens und ich war froh angekommen zu sein. Allen noch vielen Dank für die vielen brauchbaren Tipps und für die Unterstützung. Es war sehr eindrücklich in diesem Feld starten und fahren zu können. Es wird sicher nicht mein letztes Rennen gewesen sein. 02.08.09, Sabine Renggli |