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SIC Zug

Der heutige Samstag begann recht gemütlich mit langem ausschlafen, denn das Rennen fand erst am späten Nachmittag statt. Nach reichlich Pasta zum Mittag machte ich mich zusammen mit meiner Freundin auf nach Zug. Das Wetter war perfekt, um die 30 Grad und purer Sonnenschein.
Vor Ort war das Teamzelt schon aufgebaut, die Startnummern lagen bereit, alles bestens organisiert, wie immer! Nach den letzten Vorbereitungen an Material und Nahrungsaufnahme, vor allem Flüssigkeit bei diesem warmen Wetter, ging es langsam zum Start.
Der Start war zuerst neutralisiert, also war klar dass man am Anfang locker mitrollen kann. Das Wichtigste dabei war nur sich in dem grossen Feld zurecht zu finden und zu versuchen immer weiter nach vorn zu fahren, um eine möglichst gute Position für das Ende der Neutralisation einzunehmen. Denn klar war auch dass die Spitze sofort ein hohes Tempo erreichen wird sobald das Rennen frei gegeben ist. In drei oder vier Reihen nebeneinander ging es so entlang des Zugersees, alle extrem dicht zusammen. Jann war mit mir in der Gruppe und auch Michael konnte eine Weile im Spitzenfeld mitfahren. Von Zeit zu Zeit zog sich das Feld immer mehr auseinander und man hatte es an den hinteren Positionen immer schwerer. Immer wieder mussten einzelne Fahrer das Feld ziehen lassen, die Lücken konnte man bei diesem hohen Tempo nicht mehr schliessen.
Ich musste die Spitzengruppe etwa nach der Hälfte ziehen lassen. Am Anfang der ersten Steigungen auf der gegenüberliegenden Seite des Sees bekam ich Probleme in der Schienbeinmuskulatur und verlor damit die Stabilität in den Skates. Ich hätte die Muskulatur zur Ruhe kommen lassen müssen um wieder normal weiter skaten zu können, doch die Anstiege machten das unmöglich. Ich quälte mich zunächst alleine nach oben, bis ich einen Fahrer einholen konnte und wir uns in der Führung abwechseln konnten. So fuhren wir mit gleichmässigen Wechseln ein Tempo bei dem sich beide voll verausgaben mussten. Keiner von uns wollte dass uns eine Gruppe von hinten einholen kann und es eventuell zu einem Massensprint im Ziel kommt, denn zu einem Sprint waren wir nach fast 20 Kilometern Fahrt zu zweit nicht mehr in der Lage. Am Ende hatten wir es wirklich geschafft und fuhren gemeinsam über die Ziellinie.
Insgesamt ein schönes aber anspruchsvolles Rennen mit toller Atmosphäre am Zugersee entlang, wobei man das Skaten wirklich geniessen kann, und auch die gewisse Härte für den Wettkampf braucht.
Den perfekten Abschluss des Tages brachte das Nachtessen auf der Wiese direkt hinter unserem Teamzelt. Vielen Dank an die Organisatoren und die Köche für die ausgezeichnete Verköstigung!

 

Sebastian Brucker

 

 

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