sib team info- „achtung stau bei egerkingen“- teambasis ab...
Das Info-SMS von Markus kam für unser Fahrzeug leider zu spät. Den Stau, den hatten wir bereits passiert.
Für mich war der SIC-Zugersee das erste Marathonrennen überhaupt. Und als neues Mitglied bei den speed-inliner-basilisk war mir klar, dass ich derjenige sein würde, den dieser Bericht verfassen wird. Hier ist er also...
Nach der Ankunft in Zug und der raschen Auffindung eines Parkplatzes legte sich auch meine Nervosität allmählich. Nach und nach trafen Basilisken beim Teamstandort ein und machten es sich unter dem neuen Teamzelt gemütlich, plauderten und bereiteten sich auf das Rennen vor, jede und jeder auf seine Weise.
Plötzlich, Aufbruchstimmung. Aha, dachte ich mir, jetzt geht’s zum Einwärmen. Die Meisten sind schon losgefahren, als mir noch im rechten Moment jemand sagte, dass wir nicht mehr hier her zurückkehren werden. Also schnappte ich schnell den Rest, den ich so für die nächsten 40km brauchte und fuhr mit den Letzten los. Nach zwei Längen einfahren ging ich mit den anderen Fahrern der Kategorie Fitness an den Start. Meine Ziele für dieses Rennen waren, zusammen mit dem Team xplore heil ins Ziel zu kommen und wollte zudem sehen, wo ich rennmässig so stehe.
Dann der Countdown. Zuerst Speed Men, dann Speed Women, die Aufregung hat den Weg zurück gefunden und ich konnte den Start kaum erwarten, let’s go...
Thomas B. stand am Start 3-4 Reihen weiter vorne als der Rest des Teams und fand einen super Anschluss an die Spitze. Ich konnte mich schnell an Marcos Hinterrollen heften und so fuhren wir durch die Altstadt und diese mysteriöse Baustelle durch. Nach der neutralen Zone verpassten Marco und ich leider den Kontakt zur Spitze. Im Zweierpack fuhren wir einige Kilometer der dem See entlang. Auch mein Versuch, die vordere Gruppe zu erreichen schlug fehl und ich fiel wieder etwas zurück zu Marco. Die Strassen, auf denen wir rollten, der Anblick des Sees und das Wetter waren genial. Eine abkühlung im See wäre zwar auch nicht schlecht gewesen.
Nach einiger Zeit, ich dachte schon an den Zieleinlauf, überholte uns eine Gruppe der Kategorie Speed Men Breitensport und der hängten wir uns auch an. Mit Hilfe der Aerodynamik arbeiteten wir uns nach vorne vor. In dieser Konstellation konnten auch einige Gegner überholen werden.
Lange Anstiege und rasante Abfahrten, klatschende Leute am Strassenrand und Kinder, die „Hopp“ auf die Strasse schrieben begleiteten uns auf der Runde um den See. Mit einer Gruppe eins zu werden, mit ihr zusammen zu arbeiten um dann später davon zu sprinten, das Geräusch der Kugellager, das schnaufen der Fahrer, die Geschwindigkeit und die tolle Atmosphäre, das ist ein tolles Gefühl. Viel zu lange hatte ich gewartet, um wieder mit Speedskating anzufangen.
Nach der Wasserübergabe bei Risch und einigen grossen Schlucken aus der kühlen Flasche, nutzte ich die neue Energie, löste mich von der Gruppe ab und kämpfte mich den Anstieg hinauf durch den Wald und geleitete zum nächsten Zügli. Ruhte mich da kurz aus und arbeitete mich weiter zur nächsten Einheit vor. Auf diese Weise machte ich viele Plätze gut. Leider versäumte ich es, auf meiner Verfolgungsjagt die beiden sib-Frauen anzufeuern. Ein „Sorry“ an dieser Stelle.
Und dann kam ein Strassenschild, welches mir besonders Freude bereitete: ZUG 8km stand da weiss auf blau. Nun, 8km sind zwar 1/5 der Strecke, dennoch greifbar. Mit dieser Motivation sprintete ich zu der Gruppe, in der sich auch Thomas befand und schloss mich deren an. Ich fragte Thomas nach der restlichen Distanz und beschloss, auch dieser Gruppe den Rücken zu kehren. Schade dass Thomas nicht mitkam. Doch er holte mich bald wieder ein, denn das 5er Team, an dem ich mich weiter vorne anhängte, fuhr etwas zu langsam, schade.
Als wir am Nachmittag mit dem Auto in Zug einfuhren, wurde mir von Patrick, Annette und Andreas erklärt, dass es von dieser Kreuzung noch ca. 2km bis zum Ziel sind. Und als wir also an dieser gewissen Kreuzung vorbei rollten, nahm ich im Alaingang die letzten, nicht enden wollenden, Meter in angriff. Zieleinlauf. In den Augenwinkeln sah ich noch ein paar Speed Men Bsilisken beisammen stehen und über die Strecke diskutieren. Chip abgeben, Rivella trinken und das Rennen war auch für mich passé. Meine Füsse zitterten und ich freute mich auf die tollen Stühle unter unserem Teamzelt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, neu geboren zu werden. Eine davon ist, nach einem solchen Rennen die Skates auszuziehen, zu duschen und danach ein Bier geniessen. Am anschliessenden Nachtessen, wurden noch Erlebnisse ausgetauscht und gemeinsam liessen wir den Renntag ausklingen.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Roman und dem Koch für das super Essen und bei Patrick und Annette für das Mitfahren bedanken.
Es war für mich ein sehr toller, spannender und lernreicher Tag...