31. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON 2011 - « weitere events » « Schweizerkarte »

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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31. Vattenfall BERLINER HALBMARATHON Inlineskating, 3. April 2011

Wieder einmal war es soweit und am Freitag ging mein Flug nach Berlin. Pünktlich fast wie eine Schweizer Uhr setzte der Easyjet Flug auf. Sofort machte ich mich auf den Weg zum Tempelhof um meine Startutensilien abzuholen. Den Rest des Tages genoss ich bei Sonne und Bierchen. Am Samstag lachte schon bald die Sonne in die Stube und es hielt mich nichts davon zurück nach draussen zu gehen. Nachdem ich einen Tip bekommen habe wegen Inlineskating, machte ich mich auf den Weg nach Luckenwalde http://www.flaeming-skate.de/pdf/FS_Karte_DIN_A3.pdf. (Trainigsweekend für die Basilisken, ein Traum wär's). Was ich dort antraff überstieg meinen Vorstellungen total. Strecken zwischen 11km und 92km, einfach ein Skater Paradies von dem wir uns gerne ein Stück abschneiden könnten. Nachdem ich die letzten eineinhalb Wochen nicht trainieren konnte wollte ich doch noch einmal vor dem Sonntag auf den Skates stehen obwohl ich brennende Sohlen von der Baselworld davon trug. Also skatete ich durch schöne Wälder, Landschaften und Felder. Die Strecke machte ich 2mal mit der Bezeichnung RK2, wo eine Runde 12.05km misst. Dazwischen fand ich eine schöne Gartenwirtschaft wo natürlich die Zwischenverpflegung nicht fehlen durfte.
Für gerade mal 22 Euro zog ich mir ein Rumpsteak mit Folienkartoffel und grünem Salat mit 2 halben Spezie's rein. Gestärkt fasste ich nochmals Kraft und schaffte die 2.Runde in 32Minuten schön easy. Alle Trainingsauflagen versuchte ich wärend den 12km umzusetzen und mein Hirn war glaube ich müder als meine Beine, weil ich an soviel denken musste. Nun war ich ready für den Sonntag. Da ging es schon sehr früh los und nach 7Uhr läutete mich der Wecker aus dem Bett. Schnell eine Dusche, Kaffee und los gings Richtung Berlin MItte. Dort angekommen suchte ich zuerst mal ein Restaurant um noch schnell eine Stärkung für's Rennen einzunehmen. Die Stadt war noch ganz ruhig und nur vereinzelte Skater und Runner's waren zu sehen. Doch schon bald war es mit der Ruhe vorbei und im Startgelände herrschte schon um 9Uhr grosses treiben, obwohl das Rennen erst um 10.20 Uhr mit den Profis gestartet wurde. Also musste ich natürlich auch langsam dort hin und konnte mein Sack im Lastwagen 56 deponieren. Schnell noch ein paar Runden drehen zum einfahren und schon sichtete ich die ersten Basilisken auch am Start. Georg, Martin, Fredy und noch Deutsche Inliners die mit Georg fahren, gesellten sich in die Aufwärmrunden. Fredy hatte schon lange nichts mehr gemacht und startete wie ich im Block C. Die anderen natürlich B, schliesslich sind sie ja halbe Profis. Nun konnte man den eigenen Herzschlag spüren und das Adrialin schnellte in die Höhe. Vorne hörte man den Startschuss und die Menschenmenge setzte sich in Bewegung. Bei uns hinten tat sich noch nichts und Fredy und ich hatten noch Zeit. Wir fragten uns ob wir nun zur Startlinie vorfahren könnten, dann merkten wir plötzlich, dass es gar keine weiteren Starts gibt sondern wir einfach losfahren konnten. Schnell versuchte ich meinen Rytmus zu finden und schlängelte mich auf der linken Seite nach vorne. Von allen Seiten kamen mir die Inliner in die Quere und ich fragte mich oft warum denn die Langsamen nicht nach rechts ausweichen konnten. Eine hat sich fast mit mir überworfen als sie nach links auswich und mich fast in die Schranken katapultierte. Nur war sie recht langsam und rechnete natürlich nicht mit 90kg die ihr in die Quere kamen. Zum Glück ist sie dann irgendwie stehen geblieben sonst hätte es böse Folgen für sie gehabt. So war es bis Kilometer 3 weitergegangen und erst dann löste sich langsam der Knoten. Vor mir sah ich keine gute Gruppe und so zog ich alleine im Wind an einer nach der anderen Gruppe vorbei. Schliesslich fahre ich ja für mich und will wissen was ich drauf habe. Gruppenfahren kann ja jeder im Windschatten, oder nicht???? Ich fühlte mich recht gut und schon bald versuchten einige Inliner in meinen Windschatten zu schlüpfen. Einige blieben hartnäckig dran andere riefen von Gruppen los geh ihm nach. Irgendwie verlor ich aber dann gegen 10km meine Begleiter und musste im Gegenwind alleine weiterkämpfen, Ablöse kam eh nicht. Ganz vorne sah ich eine Holländische Gruppe die einige Fahrer verloren hatten und zu diesen konnte ich aufschliessen. Doch diese liesen sofort nach und nur einer war dann zu mir gekommen und meinte los die holen wir. Voll motiviert versuchte ich in den Windschatten zu kommen, doch eine Partie Kopfsteinplaster liess meinen Traum recht schnell platzen. Einige Stürze hat man gesehen und so machte ich diese Passage zu meiner Drinkpause und Erholungsphase. Schon war ich bei Kilometer 13 und da kam eine Gruppe von hinten mit einigen Blondinen. Das war natürlich mein Alarm, jetzt oder nie. Ich schaffte es tatsächlich aufzuschliessen und ihnen zu folgen und hatte dann keine Mühe mitzuhalten obwohl die meisten in einem Club waren und mindestens 30 Jahre jünger..... Eigentlich waren sie etwas zu langsam und so konnte ich Berlin geniessen, was aber sicher zu einigem Zeitverlust führte (4-5 Minuten waren es schon). So startete ich meinen Plan B bei Kilometer 18 anzugreifen und voll durchzuziehen. Doch die Gruppe spaltete sich plötzlich auf denn einige versuchten es schon auf eigene Faust. Zu allem Ueberfluss, drehte aber genau in dieser Passage der Wind und blies uns heftig ins Gesicht. Ich beobachtete die Situation und merkte gleich, dass wir mit der Gruppe easy zu ihnen wieder aufschliessen konnten. Vor mir verlor dann eine Dame noch den Anschluss und ich mobiliserte meine Kräfte und schob sie zur Gruppe zurück. Endlich fühlte ich mich stark wie Markus der mich auch schon schob, nämlich richtig stolz, dass ich noch Kräfte hatte. Kaum dran, riss sie wieder ab und wollte leider nicht mehr. Nun packte mich der Renngeist und mit letzten Kräften, dem richtigen Armschwung links rechts hoch zur Nase und runter, tief unten, brennende Oberschenkel aber optimaler Hocke zog ich den letzten Kilometer hinein und flog richtig dem Ziel entgegen. Ich spürte die Genugtuung, dass wir gut trainiert haben im Winter und mit dem Applaus des Zielpulikums war ich schon im Ziel nach über 21km. Die Zeit war sekundär für mich, aber ich weiss, ich muss noch mehr trainieren um den Anschluss an den Block B zu schaffen......Georg war schon im Ziel und am plaudern als er mir rief und in seinen Augen glitzerte seine Genugtuung über seinen guten Lauf. Martin sahen wir nicht mehr, dafür kam dann noch Fredy dazu. Für mich war es wieder eine gute Erfahrung ein Rennen gefahren zu sein und ich empfehle es auch anderen. Was kann schöner sein, bei diesem Sommerwetter als durch Berlin zu brettern.......bis zum nächsten Mal.

André