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SIC Sursee

Ich soll also über „meinen“ Sursee-SIC etwas schreiben, als Neuling halt. Ha! Dabei ist Sursee seit Jahren mein Lieblingsrennen auf der Tour, und zwar vorwärts und rückwärts, Ihr wisst ja was ich meine. Neu bin ich, im Team, und stolz darauf! Deshalb ist jeweils die erste Herausforderung, das S-I-B Zelt mit den unscheinbaren Fahnen davor im Getümmel auf dem Gelände zu finden. Kleiner Tipp: „beim Start“ trifft die Sache meistens sehr genau, cheibe praktisch! In kurzer Zeit alle da, etwas nervös wie immer. Sogar die Kleiderverteilung durch MarkusR geht in die Hosen (wörtlich).
Diesmal kein Regen – wir hatten ja schon in Zürich endlich einmal Sonne geübt. Grosse Startblöcke (ämel bei den breiteren Sportlern), also früh ystoh, vielleicht war ich auch allzu früh. Gleich gehts los, zuerst auf der neutralisierten Anfangsstrecke: Neuigkeit dieses Jahr, bin nicht überzeugt, wieviel das bringt. Eine übermotivierte Juniorin rammt meine hintere Rolle und überholt mich dann bäuchlings im dichten neutralisierten Feld. Sonst scheint sie OK zu sein, also weiter ohne Anhalten.
Halte mich an Irene's Anweisung „nie allein im Wind fahren“. Windig ist es tatsächlich. Meine Startposition weit vorne verschafft mir lauter (zu) schnelle Gruppen, aber es geht ganz gut. Schon kommt die lange flache Abfahrt hinter Nottwil, unweigerlich werde ich jetzt abgehängt (halt immer noch irgendwo Anfänger) und bin plötzlich doch allein im Wind. Die lange Hocke in der Abfahrt und der Gegenwind machen mich fertig (und wieder nur Wasser in der Flasche statt Zucker, manche lernen's nie). Ein paar Gruppen schliessen auf – und davon. Immer wieder aufgestellte Leute am Strassenrand, aber viel besser geht’s mir trotzdem nicht. Ein paar junge Rüppel, die schneller fahren als denken, werden von einer Kurve überrascht und schneiden uns den Weg ab. Dann wieder die wunderschöne Durchfahrt durch die Sempacher Altstadt. Ein paar andere Halbtote hole ich ein, da meinen die doch tatsächlich, ich führe sie jetzt. Dabei will ich mich doch nur selber wieder einmal im Windschatten verstecken. Endlich nach dem Aufstieg in Schenkon kommt mir der zweite Wind (sagen wir bei den Läufern) und ich bringe einen triumphalen Endspurt auf die Rollen – so wenigstens kommt's mir vor. Irgendwoher ruft Jann „fahre nid telefoniere!“, dabei bin ich doch schon übers Ziel! Am Getränkestand sind plötzlich alle da, nur unterwegs war praktisch nie jemand von den schwarz-gelben in der Nähe.
Wieder einmal habe ich nicht viel vom See gesehen, aber andern sei's scheints nicht besser gegangen. Männer könnten sich nur auf eine Sache aufs Mal konzentrieren, sagen die Frauen: na ja, von den anderen, den Team-Kategorien habe ich tatsächlich nicht viel mitbekommen, Schande über mich! Auf die sind wir nämlich auch ganz stolz!
Anstehen für den z'Nacht im Village geht (zu) lange, dafür entdecken wir das Dorf: da ist ja sooo viel Volk unterwegs und in den Beizen! Aber wir finden auch zu acht(?) noch einen Platz draussen in einem angenehmen Lokal.
Zum Schluss das SMS mit dem Resultat als schöner Abschluss. Sursee bleibt mein Lieblingsrennen. Und zusammen mit den Basilisken macht's noch mehr Spass!

Markus Segmüller

 

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