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st.gallen2006


 
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Rennbericht "One Eleven"

Auf was habe ich mich da eingelassen, ein Rennen à111km mitzumachen
(Markus hat mich überzeugt, das sei ein Rennen für mich ) danke

nach einer Suppersaison mit meinen neuen Bont-Schuhen, war ich sehr verunsichert, reichen meine knapp 10Tage Training zwischen 14 Tagen Ferien und diesem ca.4 Std.-Marathon ?

Um 01.15Uhr reisst mich der Wecker aus meinen Träumen, ich meinte im falsche Film zu sein
Nach einem kurzen Schweissausbruch, musste ich doch aufzustehen, habe ja an der Muba abgemacht
Pünktlich  um 02Uhr sind wir dann von Jann,
sicher und schnell, alle schlafend, nach St.Gallen gefahren worden
um 5Uhr gings dann mit schon komischem Magen zum Morgenessen;
wie vor jeden Wettkampf spielten mir Nerven schon einen Streich
für meinen Darm muss ich in Zukunft vermutlich Kohletabletten organisieren (Geheimtipp von unseren Zwillingen aufgeschnappt)
nach dem schlechten Wetterbericht und der Besichtigung des Himmels montierte ich wiederwillig meine schweren Regenrollen

pünktlich um 7Uhr fällt der Startschuss,
habe zusammen mit Raphael ein gute Position erobert
dachte mir; diese 111km würden gemütlich angegangen, aber denkste, ich musste recht gas geben und habe dann meinen Raphi wieder eingeholt und kure Zeit später schon unsere Zwillinge, 1es Ziel erreicht, sehr gut dachte ich mir bis ca.km 50 bin ich eigentlich viel zu schnell gelaufen, und habe mich fast nicht verpflegt
also ab sofort mehr Gel, Bananen und Wasser nehmen
irgendwo habe ich dann „meinen Raphi“ nicht mehr gesehen
die Strassen waren im Durchschnitt sehr schnell und in der 1en Hälfte nur leicht glitschig, aber mit vielen starken Richtungsänderungen
mit einer grossen Ausnahme; dort wurden uns die Füsse gewaltig massiert
ich wusste nicht, dass es in der Ostschweiz so viele Hügel hat, die Stecke ist sehr schön aber grausam schwer
auch winkende Erdberpflückerinnen konnten wir um diese Jahreszeit noch bewundern
je grösser die Renndistanz wurde, umso mehr vielen immer wieder einzelne Inliner aus den Gruppen zurück, das gab mir zusätzliche „motivationsschübe“
meine Bont-Schuhe mit den Regenrollen wurden immer schwerer und Krämpfe im rechten Fuss machten sich bemerkbar, wurde nach dem lösen der Schnalle zum glück wieder besser
bei ca.Km 80 überholten uns dann „endlich“ die ersten 4 Damen
jetzt wurde das Tempo wieder für ca. 15km verschärft
die letzten nicht enden wollenden ca.20 km Steigung, habe ich mit beiden Armen die Beine unterstütztend abgemorkst, und nur noch den Rücken meines Tempomachers(eines Teamläufer) gesehen
glücklich,kaputt und stolz habe ich in 3.48.17 Std. die Ziellinie überfahren
als Zugabe wurde ich an der Rangverkündigung als 2er H50 aufgerufen und konnte einen schönen Rücksack mit Trinkeinsatz nach Hause nehmen

ich möchte allen Teilnehmern recht herzlich zu Ihrer grossartigen Leistung gratulieren und Annette wünsche ich gute Besserung



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