Trainings Camp der Speed-Inliner-Basilisken vom 7. bis 9. April in Frauenfeld
Urs erwartete mich bereits sehnlichst um 1330 beim Gerspach. Ich war fast eine
Viertelstunde zu spät. Dann ging es aber blitzartig los und bereits um 1445
stampften wir unsere Füsse vor dem Bahnhof Frauenfeld in den Boden.
Ursi und Roman leisteten uns dabei Gesellschaft. Wir warteten alle auf Jann.
Es war bereits 1505 und Jann ist immer pünktlich! Was war los? Dank dem Cellphone
gab es Klärung. Jann erwartete uns hinter statt vor oder neben dem Bahnhof.
Also flugs ins Auto und schon sahen wir Jann, der uns in die richtige Richtung
delegierte. Olivia, unsere Camp-Köchin, Martina, Andy und Sigi (kam mit dem
Töff) erwarteten uns bereits in der Not-Unterkunft „Kurzdorf“, 5 Minuten zu
Fuss hinter dem Bahnhof. Jann instruierte uns genauestens in allen Belangen
der Unterkunft.
Um 1600 mussten wir für die Erkundungsausfahrt auf den Rollen stehen.
9 Basilisken nahmen die Adventure Tour unter der kundigen Leitung von Martina
in Angriff. Bei 11° und Sonnenschein fiel uns der Anfang gar nicht schwer.
Die Allmend, ein Militärgebiet für Artilleristen (es war wenigsten vor 30 Jahren so),
war ein Supergebiet für Inliner: flach, breit und meistens ein Superbelag. Wir hatten
unseren Spass daran. So nach einer knappen Stunde erlaubte uns Martina einen
Schluck aus unserem Wasserbidon. Die Gegend war einfach prächtig bis mega-
prächtig!
Im Eilzugstempo ging es wieder zurück auf die Frauenfelder Allmend.
Bei Jann, Roman von Büsserach und Sigi brach das Frühlingsgefühl durch und
sie rasten 2x um die Allmend. Urs, Ursi + Olivia nahmen es ein wenig gemütlicher
und Stephan war von der Gegend so entzückt, dass er sich mehr auf das Panorama
konzentrierte als auf die Laufrichtung. Glücklich waren wir gegen 1800 von der Tour
zurück kein Sturz und auch keine Rempeleien waren zu verzeichnen.
Für Spätduscher war es herrlich, das warme Wasser zu geniessen. Frisch und bei
guter Laune genossen wir „Olivias“ Pilzrisotto ein Genuss! Wir schlugen uns die
Bäuche voll. Dank Urs’ Ehefrau kamen wir zu einem leckeren Dessert ein Danke-
schön an Vreni. Dank einer vorbildlichen Gruppendynamik verschwand das Geschirr
sauber gespült in den Schränken bravo Basilisken!
Ein paar wollten dann noch das Nachtleben suchen ob sie es gefunden haben,
entzieht sich meiner Kenntnis. Ich genoss meinen Schlaf.
Wie üblich weckte uns Jann mit einem Harry Belafonte Song um 0815. Husch husch,
das Make-up war im Nu aufgetragen und schon sassen alle um den Frühstückstisch
herum. Jann, der Nichtschläfer, hatte bereits frisches Brot organisiert. Nichtsdestotrotz stürzten sich alle aufs Birchermüesli. Leider war die morgendliche Ruhe schnell vorbei.
Unsere Mitstreiter überfluteten uns mit Ihrem Tageselan. Claudia, die Thüring-Zwillinge Léa und Petra, Markus, Robi, Alex der Basler und Alex der Zürcher ergänzten die Truppe.
Um 1030 ging es auf die lange Tagestour. Alle waren aufgeregt und spielten mit Ihren Muskeln.
Martina kannte nichts und führte die 15-er Gruppe in die Allmend. Nach der Durchquerung der Allmend erreichten wir im Westen Frauenfeld Felben, dann Hüttlingen, in Eschlikofen durften wir über „Gülleströme“ springen dem Gestank sei Dank, dass alle weit und hoch genug darüber sprangen. Ein schöner Fahrradweg führte uns nach Bonau. Eine Bahnunterführung und eine
Baustelle forderten unsere ganze Aufmerksamkeit. In Weinfelden erwartete uns zum ersten Mal Jann. Alex, unser Zürcher Inliner, musste die hohen Wogen seiner Geliebten in Reinach glätten, die noch im Bett lag (Alex schlich sich früher als abgemacht aus dem Bett). Da sieht man, wer ein richtiger Basilisk Speed-Inliner ist. Ein hoch auf unseren Zürcher Basilisken! Nach der Weinfelder Bahnhofunterführung führte uns der Weg entlang der „Thur“ nach Bussnang, alles Richtung Osten
zurück nach Frauenfeld. In Amlikon verbrachten wir auf dem Segelflugplatz unsere wohlverdiente Mittagspause. „Sünnelä“ und essen waren Trumpf! Zurück nach Amlikon fuhren wir durch Opflikon, Dennikon, Lückmerken, Harrenwilen nach Geigenhofen. Die Strecke war anspruchsvoll bis brutal, besonders der Basler Alex bekundete doch einige Mühe. Mit Romans Auto führte uns Jann vom
Geigenhofen hinunter nach Hüttlingen. Die Rollen danken es. Gegen 1700 fuhren wir wieder vor der Unterkunft Kurzdorf vor. Leider waren keine Fans da und wir durften keine Autogramme verteilen.
Alle bestanden die Tortur herzliche Gratulation an alle!
Neun von uns wollten auf einen Apéro nicht verzichten und gingen auf ein Bier in die Altstadt. Um 1900 beglückte uns Olivia mit Salat, Spaghetti Bolognese resp. Gorgonzola und einem saftigen frischen Fruchtsalat. Olivia, es war ein Festschmauss, wir kommen nächstes Jahr wieder. Unsere Zwillinge gaben Ihr Bestes und unterhielten uns aufs Feinste. Ihre Wortspiele sind hitverdächtig.
Wie angekündigt bei Meteo regnete es am Sonntagmorgen. Was nun? Jann und Martina machten ein leeres Parkhaus aus. Raus aus der Unterkunft, rein ins Parkhaus - unser Enthusiasmus wurde aber durch Sigis Missgeschick stark getrübt. Wie sich im Nachhinein herausstellte brach er sich den linken Daumen. Nach ein paar Technikübungen, instruiert und vorgezeigt durch Léa und Alex, ging es wieder
zurück zum Putzen in die Unterkunft. Um 1300 waren wir aller Leiden entledigt und durften wieder zu unseren Lieben nach Hause zurückkehren.
Ein Superdankeschön an das OK: Martina, Olivia und Jann.
Fazit: am Samstag fuhren wir ca. 40km (flach) und am Sonntag ca. 70km (flach und bergauf/ab).
Für die Geschichtsbücher schreiben wir in Therwil, Montag den 10. April im Jahre 2006.