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Schauinslandkönig 2008

 

 
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Rennbericht

Was bereits lange geplant war schien einen Tag zuvor fast schon ins Wasser zu fallen. Am Samstag regnete es den ganzen Tag, entsprechend gering fiel das Interesse der Basilisken aus, am Schauinslandkönig teilzunehmen. Der Wetterbericht sagte kühles aber immerhin trockenes Wetter für Sonntag voraus. Markus und ich konnten sich das Einzel-Bergzeitfahren nicht nehmen lassen.
Wir entschieden uns etwas später zu starten, sodass die Strecke auch wirklich trocken war. Der Veranstalter gab uns die Möglichkeit die Startzeit frei zu wählen. Vielen Dank an dieser Stelle für die super Organisation und die tolle Veranstaltung!
Das Wetter spielte mit und wir konnten sogar die Sonne genießen, damit waren auch die kühlen Temperaturen nur noch an schattigen Stellen zu spüren.
Nach kurzem Warm- up machten wir uns an den Start. Alle 15 Sekunden ging ein Fahrer auf die Strecke, die meisten davon Radfahrer, wir Inline-Skater waren eher die Exoten. Da das Rennen als Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, war jeder Sportler auf sich selbst gestellt. Wir mussten also von Beginn an Gas geben, das Rennen aber dennoch gut einteilen, denn 11,5 Kilometer und 770 Höhenmeter haben es in sich. Die Kilometerangaben an der Strecke entlang waren eine echte Hilfe, man kann die Geschwindigkeit bergauf kaum einschätzen und hat keine Ahnung davon wie weit es noch bis ins Ziel ist. Ich erwischte mich immer wieder selbst beim rechnen wie viele Minuten ich pro Kilometer benötige und zu welcher Zeit ich wohl im Ziel ankommen würde. Vor dem Start erfuhren wir dass der beste Skater bis zu diesem Zeitpunkt für die gesamte Strecke etwa 51 Minuten benötigte. Es war für mich die Herausforderung diese Zeit zu unterbieten. Der erste Kilometer lief recht schleppend, ich wusste dass der erste kurze Abschnitt etwas steiler beginnt und es danach einfacher werden sollte. Nach dem ersten Drittel glaubte ich jedoch kaum daran die vorgelegte Zeit zu unterbieten. Ich hatte noch nicht den richtigen Rhythmus gefunden und war für mein Vorhaben eindeutig zu langsam. Ich stellte mich auf eine langsamere Schrittfrequenz um und versuchte mehr auf Technik und den nötigen Vortrieb zu achten. Der etwas bessere Asphalt und die spürbar flachere Strecke nach der ersten Hälfte brachte wieder neue Motivation. So richtig glaubte ich dennoch nicht daran mein Ziel zu erreichen. Die Zeit pro Kilometer war immer noch zu langsam. Ich beschloss voll aufs Ganze zu gehen und an meinem Limit zu fahren obwohl es sicherlich noch 20 Minuten bis zum Gipfel waren. Meine Pulsuhr zeigte keinen Wert mehr unter 185 an. Meine Atmung musste ich umstellen und durch Nase und Mund gleichzeitig ein und ausatmen um genügend Sauerstoff zu bekommen. Ich kam dem Ziel immer näher und als es nur noch 500 Meter zur Ziellinie waren, war mein Adrenalinspiegel so hoch dass ich gar nicht mehr spürte dass es immer noch bergauf ging, sogar ein Sprint war noch möglich. Die beachtliche Menge an Zuschauern kurz vom dem Ziel holte noch einmal alles aus einem heraus.
Am Ende erreichte ich sogar eine Zeit unter 50 Minuten, was schließlich zu einem zweiten Platz reichte, einer war dann doch noch einmal schneller. Markus erreichte einen hervorragenden 7. Rang. Wir beide konnten unsere Zeit aus dem Vorjahr deutlich unterbieten.
Wir waren überglücklich, alleine für das Gefühl das einen überkommt wenn man nach solch einem harten Rennen das Ziel erreicht, hat sich dieser Ausflug gelohnt. Und wer dieses Gefühl im Ziel nach einem Bergrennen noch nicht kennt, der sollte auf jeden Fall im nächsten Jahr dabei sein!!

Autor: Sebastian Brucker

 

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