Marco, Roman, Fabian, Georg, Stephan, Freddy, Eric, Markus
Vier Stunden Zugfahren ist schon echli viel, und natürlich ganz früh am Morgen, Aber so ein Riesenglück heute mit dem Wetter, sah am Montag ja noch ganz anders aus! Und die Vorfreude auf eine interessante wild-niedliche Landschaft mit voll-flacher Strecke entlang dem Mittelrhein. Wir trafen uns am badischen Bahnhof, eine Handvoll (teils ehemalige) Basilisken. Die Reise verging für mich im Schlaf, Mannheim umsteigen und weiterschlafen. Dann sind die Mittelrhein-Felsen plötzlich da und wenig später auch schon Koblenz. Busfahrt zur Marathonmesse "am anderen Ende" von Koblenz für Nachmeldung, Startnummern, Chip etc. Auch etwas gegessen auf der Tribüne, dann zurück zum Bahnhof, wo wir mitten in eine Anti-AKW Kundgebung reinlaufen: die Kaffeepause wird entsprechend etwas lärmig. Der Sonderzug an den diesjährigen Startort Boppart ist erstaunlich leer. Ein paar weitere sib-ler stossen zu uns. Am Schluss sind wir etwa zu zehnt, ehemalige inbegriffen. Der Startbereich mit Getränkausgabe, WC, Kleiderrücktransport zum Start ist professionell organisiert. Die Speed Teams starten auf die Ersatzschlaufe rheinaufwärts (16 km), da die Strecke entlang dem Rhein dieses Jahr wegen einer Baustelle verkürzt wurde. Die allerletzten dieser Team-Fahrer kreuzen wir Fitness-Fahrer nach unserem Start, was trotz (oder grad wegen) der aufgeregten Vorwarnung des Speakers im hinteren Teil des Feldes zu teilweise panischen Reaktionen führt.
Das Tempo ist von Beginn an zügig. Das anfängliche Getümmel dünnt sich auf den ersten km rasch aus. Anfänger sind aber immer ein Risiko, wenn sie mit Vorliebe von hinten einhaken oder unkontrolliert per Rückenstoss abzubremsen versuchen. Bald sind wir sie los und der Weiterflug auf den langgestreckten Strassenbögen mit dem Superbelag ist ein Traum! Die Geschwindigkeit bleibt für mich am Limit, holt mich immer wieder aus den Träumen. Ebenso ein paar kurze Steigungen und Abfahrten (davon 100m Kopfsteinpflaster). In allen Ortschaften feuern uns die Zuschauer begeistert an, inline ist immer noch "in"! Der Zieleinlauf ist fast schnurgerade endlos lang (2 km?) und leicht abfallend. Das Tempo nimmt nochmals zu, die unterschwellige Müdigkeit erhöht aber das Risiko von Fehltritten und Konflikten, sogar mit Kolleginnen. Wir sagen uns kurz die Meinung, aber hinter dem Ziel ist es einfach nur noch toll! Das Fingerfood und das gesponserte Alkoholfrei-Bier schmecken. Kleidertransport ans Ziel hat wunderbar geklappt. Resultate hängen kurz nach dem Zieleinlauf schon aus. Unsere sib-ler (und ehemalige) haben super Resultate herausgefahren!
Ein kleiner etwas müder Spaziergang entlang dem malerischen Rhein zum Deutschen Eck an der Rhein-Mosel-Mündung und zurück zum Bahnhof schliesst meinen Besuch in Koblenz ab. Ich komme wieder!
Wie Georg (als erster) zu mir meint: der MiMa kann durchaus den Engadiner (selig) ersetzen.
Auf der Rückfahrt im Zug sieht man auf der Rennstrecke die letzten müden (Fuss-) Marathonläufer unterwegs. Die Mittelrhein-Landschaft verabschiedet sich im Abendlicht vor dem Zugfenster. Um Mitternacht sind wir zurück in Basel. Ein paar wollen morgen Sonntag noch zum gleichzeitigen sib-Trainings-Weekend dazustossen.
--Markus |