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Eptingen - Oberbölchen 2008

 

 
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Bergrennen Eptingen-Oberbölchen 2008

Ein kurzes Rennen im geradezu familiären Rahmen nicht weit von Basel, bei dem man immer nur himmelwärts strebt - so sollte also mein erster regulärer Einsatz in Schwarz und Gelb aussehen. Eigentlich eine prima Gelegenheit, nach über zwei Jahren Sause-Pause und doch schon einigen Trainingsmonaten wieder Wettkampf-Witterung aufzunehmen, zumal die sonst an Inlinerennen üblichen Schnellzugrochaden und Windspiele bei knapp 400 Höhenmetern verteilt auf nur 4,4 km entfielen. Um falsche Assoziationen mit Rennpferden gar nicht aufkommen zu lassen: ich habe mich eher wie ein Rhinozeros das Strässchen hinaufgeschnaubt. Doch rollen wir noch einmal rückwärts.
Am letzten, sonnedurchfluteten Trainingsmontag hatte mir Markus noch ein lässiges "du kommst doch auch nach Eptingen" hingeworfen, worauf ich natürlich prompt hereingefallen bin... Ich dachte ja einmal, dass man erhabene Aussichten per Bähnlein geniesst, aber inzwischen ist auch mir die Priorität von acht Rollen bei der menschlichen Bewegung in Fleisch und Blut (das ist durchaus auch wörtlich zu nehmen) übergegangen.
Nun denn, ich begab mich also am frühen Mittwochabend nach Eptingen, und stiess dort gleich auf einige Basilisken; die allgemeine Gelassenheit war Balsam für's Gemüt. Bald nach der Anmeldung machten wir uns so gut es die engen Verhältnisse zuliessen ans Einfahren, und nach dem Start der Läufer und Zweirad-Aficionados fand sich das kleine, erst einmal optisch von Basilisken dominierte Feld beim Start ein.
Los gings, immer nur nach oben, und schon von Beginn weg durfte ich hadern mit dem Berg. Oder sagen wir, mit dem Berg, dem Bier, und der Müdigkeit. Jedenfalls Blei in den Beinen! Eine handvoll (ergo die meisten) Skater zog unaufhaltsam an mir vorbei, aber ich konnte mich hinter Marco klemmen und somit verhindern, allein heraufstrampeln zu müssen, was von der Motivation her nicht einfach ist. Ungefähr in der Mitte habe ich versucht, auch etwas zu ziehen, kraxelte dann aber tatsächlich etwas verwegen weg. Danach wurde ich lange Zeit von einem blau-weiss gewandeten Skater beschattet, und gegen Ende sowohl von ihm wie Marco überholt - meine taktischen Spielchen, ab und an etwas schneller zu fahren, um vielleicht an der Motivation meines Verfolgers zu nagen, wurden als Notlösung entlarvt. Wir hatten zuoberst auch einen netten kleinen Wortwechsel - aber bis dahin verlangte der Berg noch seinen Tribut. Ein Dank an dieser Stelle allen Zuschauern, die in kleinen Grüppchen uns verirrte Seelen ermunterten: das ist wirklich wunderbar und hilft sehr.
Nach den letzten Metern, angespornt von der gelb-schwarzen Schar im Ziel, und nach mehreren flugs geleerten Bechern, war auch ich im Stande, die Aussicht vom Oberbölchen zu geniessen, heilfroh, den Aufstieg geschafft zu haben. Hinunter ging's per Kleinbus, und die Fahrt im bunten Häufchen war sowohl kurzweilig wie auch erstaunlich lange.
Als dann anlässlich der Siegerehrung sowohl Sebastian wie Jann auf dem Treppchen standen, rückte der s-i-b auch bei den Resultaten in die vordersten Positionen... und manch einer auf seinem persönlichen Treppchen etwas auf. Ach, ganz hätte ich vergessen: wir wissen nun dank des anregenden Gesprächs vor der Preisverleihung mehr über die Vorzüge der Vollnarkose während einer Ganzkörperepilation. Also im Spital nicht vergessen, ein Kreuz ins Kästchen "Speedskater" zu setzen!

Autor: Sean Wagner

 

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