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Rennbericht SIC Einsiedeln 2008

Einsiedeln: die Wiege des SIC, einheitliche Kurzstrecke für alle
Erwachsenen-Kategorien, sehr schön wie immer wenn's um einen See herum
geht, warum nur immer diese zahlreichen blutigen Unfälle auf dieser
Strecke?!?
Wir treffen uns tröpfchenweise im Village. Nicht nur ich vermisse das
gäbige s-i-b-Zelt (nicht zur Verfügung diesmal), also ab in die Schulhaus
Garderobe. Sollen sich die anderen doch auf dem Parkplatz umziehen.
Irgendwann starten die kids. Grad noch vorher schnell los zum Einfahren,
vom Ziel rückwärts auf die Strecke, da wo sie neu die kids-Strecke
eingerichtet haben: oha, die müssen mitten auf einer abfallenden Strasse
ohne zusätzlichen Platz voll stoppen und 180 Grad wenden, wenn das nur gut
geht, Flavio!
Und schon stehen wir nach Kategorien Schlange mitten im Village. Alle paar
Minuten wird eine Kategorie auf die Strecke geschossen, auch die Speed
Breitensportler. Der bekannte leichte Anstieg nach dem Start fährt wieder
einmal ein, obwohl ich ihn doch gut kenne! Mag nicht kämpfen, die beiden
letzten Rennen von Weinfelden und Engadin offenbar noch nicht ganz
verdaut. Einige finden offenbar trotzdem, bei mir sei gut anhängen: sollen
sie doch! Auf der Abfahrt fährt mein Hintermann nicht einfach davon,
sondern schiebt mich: merci! Bis zur Brücke gewöhnen sich die Beine wieder
ans Arbeiten: Überfahrt über den See ist wie immer ein tolles Gefühl.
Nachher gehe ich es möglichst gemächlich an. Die anderen vor mir auch,
verlieren den Anschluss, so dass ich mich entgegen allen Vorsätzen doch zu
einem längeren Spurt hinreissen lasse und wieder vorne rankomme (ha,
keiner konnte diesmal anhängen). Einigermassen ruhig rauschen wir dem See
entlang. Da liegt wieder einer in seinem Blut... Helfer sind schon dort.
Werde ich langsamer, oder die andern schneller? Die Luft ist langsam
draussen. Kurz vor der Schlusssteigung grande Chaos: dummerweise fährt
unser Zug in der Strassenmitte, ein schnellerer zieht links vorbei. Fast
gleichzeitig kommt noch ein weiterer Zug und zieht rechts vorbei: jetzt
wird's beidseits brenzlig und nicht nur ich rufe ziemlich aus. Zum Glück
geht's mit nur leichten Rempeleien, keine Stürze soweit ich sehe. Dann
kurze aber heftige Verwirrung: vorne fährt einer im s-i-b Team-Dress weg
(wer hat sich denn da zu den Breitensportlern verirrt?) und rechts ruft
mich eine bekannte s-i-b-Stimme im SIC-Fun-Dress. Chume nümm drus und
mache die Schlusssteigung einigermassen ansehnlich. Na ja, eine Superzeit
war das nicht, aber irgendwie eben doch ein gutes Rennen! Unseren
team-Helden scheint es ähnlich gegangen zu sein.

Autor: Markus Segmüller

 

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