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Dresstaufe 2008 |
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Nie ohne Helm auf die Inline-Skates
SCHLAGLICHT Die Speed-Inliner-Basilisk luden in der Rollsporthalle Morgarten zu ihrer Dresstaufe ein Was früher schwere Rollschuhe waren, sind heute leichte Inline-Skates. Aus dem holprigen Rollen ist ein lautloses Gleiten geworden. Und gerade den ambitionierten Fahrern lässt dieses Gleitgefühl das Adrenalin ins Blut schiessen, wie die Speed-Basilisken auf ihrer Homepage vermerken. GEORGES KÜNG Inline-Skating kennt viele Facetten und hat viele Möglichkeiten, wie man diesen noch relativ jungen Sport praktizieren will. Einige geniessen das Gefühl, gemütlich auf Rollschuhen der heutigen Zeit durch die Gegend zu fahren. Sei es individuell oder in Gruppen. Aber aus Fun und Lebensgefühl ist auch ein Sport entstanden. Im Jahre 2000 wurde das Team "Speed-Inlinger-Basilisk" von zwei Skate-Enthusiasten gegründet. Der Zulauf war enorm, denn Inline-Skating rollte in den letzten Jahren wie eine Welle durchs Land. Heute zählt dieses einzige Rennteam der Region Nordwestschweiz stolze 85 Aktivmitglieder. Der Jüngste ist sechs Jahre alt, heisst Flavio Gross und wohnt in Münchenstein. Die ältesten Aktiven stehen im AHV-Alter. Die "Basilisken" dürfen aber auch auf die Unterstützung vieler Passivmitglieder und Gönner zählen, welche es ermöglicht haben, dass am letzten Samstagabend in der Morgartenhalle das neue Renndress vorgestellt wurde. Fetzige Musik, Rauchkanonen und Demonstrationsläufe, was zusammen ein veritables Disco-Ambiente ergab, begeisterten die Besucher, welche die Zuschauergraden restlos füllten. "Speed-Inline ist ein Eisschnelllaufen auf Rollen", erklärt Alex Bagaglio, der Medienverantwortliche der Speed-Inliner-Basilisk. Dass diese Sportart auch ihre Tücken, weiss der Basler gut. Derzeit ist er nämlich inaktiv, denn er kuriert einen Schlüsselbeinbruch. Stürze verlaufen aber meist glimpflich, denn die Fahrer sind gut geschützt. "Ich gehe nie ohne Held speedfahren", erklärt Flavio Gross (6). Er ist das Nesthäkchen im Verein und kam durch seinen Vater zu diesem Sport. In der Tat ist das Tragen eines Helmes in den Rennen obligatorisch. Auch sonst schützen sich die Aktiven mit Schonern an den Ellbogen, Knien und Händen, denn je nach Streckenbeschaffenheit werden Geschwindigkeiten von 70 bis 90 Kilometer pro Stunde erreicht. Flavio trifft sich mit sechs anderen Kindern zweimal in der Woche in den Langen Erlen zum Trainieren, so der Kindergartenschüler. "Und ich habe schon an zwei Wettkämpfen teilnehmen können", verkündet er stolz. Bei guten Wetter sind die Basilisk-Aktiven meistens in der Langen Erlen unterwegs, in der kälteren Jahreszeit oder bei schlechtem Wetter wird das Training in eine Halle oder in Parkhäuser verlegt. Stolz ist der Klub auf Urs Rotach (60). Der Riehener ist Masters-Weltmeister über die Marathondistanz. Der gelernte Maschinenzeichner entdeckte vor rund 15 Jahren das Inline-Skaten, nachdem er "ein Leben lang beim SSC Riehen, wo ich seit 50 Jahren Mitglied bin, aktiver Langläufer war. Im Sommer machte ich Rollski-Training, im Hinblick auf die Wintersaison. Und irgendwie kam ich so auf Inline-Skating. Seit drei Jahren trainiere ich intensiv", so der Basler, der seinen Titel im letzten Sommer in Zürich gewann. Für die Marathon-Distanz benötigte er etwas mehr als eine Stunde und 15 Minuten; das ist rund 40 Minuten schneller als die besten Marathonzeiten sind. Wer im Speed-Inline an der Spitze mithalten will, braucht Top-Material. "Ich habe Massschuhe, die nach einem Fuss-Gipsabdruck angefertigt wurden. Hergestellt in Australien", erläutert Urs Rotach. Dies hat seinen Preis, denn diese Schuhe kosten gut 1000 Euros. Dass man als Spitzenfahrer seine Form nur bewahren kann, wenn man auch entsprechend täglich trainiert, ist klar. Dazu kommen im Falle von Urs Rotach noch Alternativ-Sportarten wie Eisschnelllaufen oder Krafttraining. Noch fehlt dem Inline-Speedsport die olympische Anerkennung; doch den Enthusiasmus und die Aufbruchstimmung lassen sich die Basilisken darob nicht nehmen. Wer der Dresstaufe beiwohnte, erlebte eine verschworrene Gemeinschaft, in der Jung und Alt, Gross und Klein, schlank und weniger rank zusammen dem Gefühl, auf vier oder fünf Rollen zu gleiten, in vollen Genüssen genoss. Stolz, das neue gelb-schwarze Trikot mit dem "Basilisk", diesem sagenumwobenen Drachenwesen, zu tragen. Spass und Wettkampfteam
Die Speed-Inliner-Basilisk sind in fünf Rennteams aufgeteilt. Drei Mannschaften sind im Männer-Speed-Bereich tätig und heissen team xfly, team xpress und team xtasy, eine andere Equipe fährt im Fitness-Bereicht und heisst xplore. Bei den Frauen gibt es die Mannschaft team xperience, welche im Speed-Bereich an den Start geht. "Speed-Inline ist die eigentliche Königsklasse in unserer Sportart", erklärt Alex Bagaglio. Die Rennen können schon mal, wie in St. Gallen, über die Distanz von 111 Kilometern gehen. Dies alleine zeigt, dass nur austrainierte Athleten solche Wettkämpfe überhaupt bestreiten und auch bestehen können. Es gibt sowohl eine Einzel- wie auch Teamwertung, wobei meist in Gruppen gelaufen wird. Neben Urs Rotach (siehe Bericht) sind die Ettinger Zwillingsschwestern Lea und Petra Thüring (26) bekannte Exponenten der Speed-Inliner-Basilisk. (GK) |
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