Biennathlon 2009 Peti und ich hatte uns anfang Jahr vorgenommen, an diesem Multisportevent in Biel teilzunehmen. Ganz blutige Anfänger sind wir nicht, da wir bereits einige Male am Gigathlon teilgenommen haben (5er Teams). Dieses Mal wollten wir uns der Herausforderung stellen und das Ganze ohne männliche Muskelkraft bewältigen daher im Lady-Couple. Die grosse Frage: wer schwimmt? Naja, ich würde uns beide nicht gerade als Wasserratten bezeichnen. Irgendwie ist Wasser mehr Feind als Freund. Da ich die Sportart an sich jedoch sehr schön, ruhig und entspannend (?!) finde, habe ich mich entschlossen, im Winter mit dem Schwimmtraining zu beginnen. Der optimale Ausgleich zu den rollenden Sportarten. Peti durfte am Samstagnachmittag mit der Inlinestrecke (13km) starten. Für uns natürlich super, da dies doch am ehesten „unsere“ Sportart ist. Wie erwartet (Peti stand natürlich unter enormen DruckJ) rollte sie dann auch sehr bald ein und übergab mir zum Schwimmpart. „Die Inlinestrecke war kurvig und der Anschluss an die Männerspitze habe ich schon in den ersten Metern verloren. Schon bald war klar, dass ich mich als Einzelkämpferin durch das Rennen schwitzen musste. Eine gute Übung für den Gigathlon.“ Einschwimmen, nass machen… keine Ahnung… ich bin einfach trocken nach ein paar Armdrehungen Richtung See gelaufen/gerannt…naja, ein wenig zu euphorisch, hatte dann zu Beginn mit meinem Rhythmus zu kämpfen. Auch schwamm ich irgendwie ein wenig schräg, was mich zum Korrigieren zwang. Irgendwann, nach ca. 800 Metern, fand ich dann doch eine gewisse Regelmässigkeit und Gelassenheit J in meinem Schwimmen und ich war unheimlich stolz, als ich sah, dass ich mein Zeitlimit deutlich unterboten hatte. Als ich Boden unter den Füssen hatte, eilte es mir gar nicht mehr so aufs Bike zu kommen und ich spazierte aus dem See in Richtung Wechselzone. Von Peti gut betreut, setzte ich mich dann auf das Bike. Es war wirklich ein gutes Gefühl, Luft einzuatmen, wenn einem danach ist und nicht, wenn gerade die Luft vorhanden ist. Ich genoss bei den Steigungen sogar die leichte Säure, welche in meinen Beinen aufkam. Von mir aus hätte das Rennen oben Enden können. Die Abfahrten waren für mich eine Zitterpartie. Es war nass und da meine technischen Fähigkeiten schnell an ihre Grenzen stosst, war es oft Glückssache und nicht selten rutschte ich vom Rutschen ins Rutschen… Ich war froh Léa wohlauf und mit einem Strahlen im Gesicht auf mich zufahren zu sehen. Ich ging die Laufstrecke langsam an und war froh bei Kilometer 6 auf der „Höhe“ angekommen zu sein. Bergab versuchte ich meine verlorenen Minuten aufzuholen… bis die Oberschenkel mich an meine Inlinestrecke erinnerten. Sie schmerzten und ich passte mein Tempo nicht der Atmung sondern der Muskulatur an. Zufrieden ohne Einbruch (den ich bei Kilometer 10 erwartet hatte) bin ich mit Léa Hand in Hand durch den Zielbogen gerannt. Léa + Petra
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